8. Folge Vom Wissen zur Weisheit
Shownotes
Wir können wissen.
Wir können verstehen.
Wir können kreativ sein und unsere Fähigkeiten entwickeln.
Aber irgendwann begegnet uns eine andere Frage:
Wozu?
Viktor Frankl stellte die Suche nach Sinn in den Mittelpunkt seines Denkens. Seine Logotherapie versteht den Menschen als ein Wesen, das nach Sinn sucht und innerhalb seiner gegebenen Möglichkeiten Stellung beziehen und Verantwortung übernehmen kann.
Damit führt uns die letzte Folge der Reihe über das Wissen hinaus.
Wofür setze ich mein Wissen ein?
Welche Verantwortung entsteht aus dem, was ich erkannt habe?
Was gibt meinem Handeln eine Richtung?
Frankls Denken führt zu einer wichtigen Einsicht: Ein erfülltes Leben lässt sich nicht allein an Wissen, Besitz oder Erfolg messen. Sinn ist eng damit verbunden, wie ein Mensch auf das Leben antwortet und Verantwortung übernimmt.
Leitfrage:
Vielleicht lautet die wichtigste Frage nicht: „Was kann ich vom Leben erwarten?“ – sondern: „Welche Antwort gebe ich mit meinem Leben?“
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00:00:00: Herzlich Willkommen zu unserer Podcast-Reihe vom Wissen zur Weisheit mit der achten Folge Vom Wissen zum Sinn.
00:00:10: Wir sind in dieser Podcast- Reihe einen langen Weg gegangen, wir haben mit einem neugierigen Kind begonnen, mit einem Kind das seine Welt betrachtet ausprobiert nachahmt und immer wieder fragt warum?
00:00:30: Wie Wissen erworben wird?
00:00:32: Mit irre Form gefragt, kann man Wissen besitzen wie ein Auto.
00:00:38: Wir haben Wissen von Erkenntnisunterschieden, die Schule und unterschiedliche Formen des Lebens betrachtet!
00:00:47: Wir haben über Kreativität gesprochen, über die Freiheit eigene Fragen zu stellen – über Fehler, Verantwortung und schließlich über geistige Eigenschaften wie Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Mut, Mitgefühl und Demut.
00:01:07: Doch nun kommen wir zu einer Frage, die vielleicht über alle bisherigen Fragen steht.
00:01:14: Wozu?
00:01:16: Wozu erwerben wir Wissen!
00:01:18: Wozu entwickeln wir unsere
00:01:20: Fähigkeiten?!
00:01:22: Wozu brauchen wir
00:01:24: Kreativität!?
00:01:26: Wozu bilden wir unseren Charakter?
00:01:30: Wir können sehr viel wissen, aber beantwortet wissen die Frage wofür wir leben.
00:01:38: An diesem Punkt begegnen wir einen Menschen dessen Denken von dieser Frage zutiefst geprägt wurde – Viktor Frankl – wenn alle Sicherheiten zerbrechen!
00:01:52: Er war österreichischer Neurologo- und Psychiater.
00:01:56: schon vor dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte er sich sehr intensiv mit der Frage nach dem Sinn menschlichen Lebens.
00:02:07: Doch dann wurde aus der philosophischen psychologischen Frage eine existenzielle Erfahrung.
00:02:16: Frankel wurde als Jude verfolgt und in mehrere Konzentrationslager deportiert, seine Eltern sein Bruder und seine Frau wurden Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung.
00:02:33: Frankel selbst überlebte, was er dort erlebte dürfen wir nicht zu einer einfachen Lebensweisheit verkürzen.
00:02:44: Die Konzentrationslager waren Orte systematischer Entrichtungen Erniedrigung Gewalt- und Ermordung Und dennoch beschäftigte Frankel nach seiner Erfahrung eine Frage.
00:03:01: Was bleibt vom Menschen, wenn ihm fast alles genommen wird?
00:03:06: Besitz, Beruf, gesellschaftliche Stellung, Sicherheit, Freiheit, Menschen die er liebt – was bleibt?
00:03:22: Frankel kam zu einer bemerkenswerten Einsicht.
00:03:26: Ein Mensch kann Situation erleben die er nicht gewählt hat.
00:03:32: Er kann Bedingungen ausgesetzt sein, die er kaum oder überhaupt nicht verändern kann und trotzdem kann unter bestimmten Umständen ein letzter innerer Bereich bestehen bleiben – die eigene Haltung zu dem was geschieht.
00:03:51: Das bedeutet Nicht Leid sei Gut.
00:03:55: Es bedeutet Nicht Ein Mensch Müsse jedes Leid einfach hinnehmen und schon gar nicht bedeutet es, Opfer für das Verantwortlich zu machen was ihnen angetan wird.
00:04:10: Wenn wir ungerechte Verhältnisse verändern können sollten wir handeln aber Franke beschäftigte eine andere Situation.
00:04:22: Was geschieht dort wo ich die äußere Situation tatsächlich nicht verändern kann?
00:04:30: Dann bleibt möglicherweise noch die Frage, wie antworte ich darauf?
00:04:37: Diese Frage wurde zu einem zentralen Gedanken seines Lebens und seiner späteren Logotherapie.
00:04:48: Frankel sah den Menschen nicht nur als ein Wesen das nach Lust-Gesitz macht oder Erfolg strebt.
00:04:57: Für ihn besitzt der Mensch ein tiefes Bedürfnis nach
00:05:01: Sinn.".
00:05:03: Wir möchten wissen, wofür tue ich etwas?
00:05:08: Wofür lohnt es sich eine Schwierigkeit aufsich zu nehmen.
00:05:14: Welche Aufgabe habe ich?
00:05:16: Für was bin ich verantwortlich?
00:05:19: Was gibt meinem Leben Bedeutung?
00:05:23: Damit unterscheidet sich Sinn grundlegend vom bloßen Wissen!
00:05:29: Ich kann sehr viel wissen und trotzdem mein Leben als sinnlos empfinden.
00:05:35: Ich kann aber auch über begrenztes theoretisches Wissen verfügen und sehr genau wissen, dafür stehe ich morgens auf.
00:05:46: Dieser Mensch braucht mich!
00:05:49: Diese Aufgabe möchte ich erfüllen.
00:05:52: Dafür übernehme ich Verantwortung.
00:05:56: Wissen beantwortet das Wie, aber nicht immer das
00:06:02: Wozu.".
00:06:04: Unsere Wissenschaft kann uns immer genau erklären, wie etwas funktioniert.
00:06:11: Wie der menschliche Körper funktioniert?
00:06:14: Wie Krankheiten entstehen?
00:06:17: Wie wir Energie erzeugen?
00:06:20: Wie Informationen übertragen werden?
00:06:23: Wie künstliche Intelligenz entwickelt wird?
00:06:27: Dieses Wissen ist von uns schätzbaren Wert!
00:06:31: Aber aus der Tatsache dass sie etwas können folgt noch nicht automatisch, dass wir es tun sollten.
00:06:42: Wissenschaft kann uns beispielsweise ermöglichen eine neue Technologie zu entwickeln.
00:06:50: Aber die Technologie selbst beantwortet nicht – wofür wollen wir sie einsetzen?
00:06:58: Wem soll Sie dienen?
00:07:01: Welche Folgen nehmen wir in Kauf?
00:07:04: Wo setzen wir Grenzen?
00:07:07: Hier begegnen uns erneut die Frage aus Folge V, wozu?
00:07:13: Vielleicht beginnt Weisheit gerade dort, wo das Können auf die Frage nach seiner Bedeutung und Verantwortung trifft.
00:07:24: Damit kommen wir zu einem Gedanken, den wir für diese Folge bewusst aufgehoben haben.
00:07:32: Frankels Denken macht deutlich – Wissen allein genügt nicht!
00:07:38: um ein erfülltes Leben zu führen.
00:07:41: Ein Mensch kann gebildet sein, er kann beruflich erfolgreich sein!
00:07:47: Er kann gesellschaftliche Anerkennung besitzen und trotzdem kann die Frage entstehen – wofür eigentlich?
00:07:57: Umgekehrt kann ein Mensch eine schwere Lebensphase durchmachen und dennoch eine Aufgabe sehen, die sein Leben Bedeutung
00:08:06: gibt.".
00:08:07: Vielleicht können wir mit Franklitz Gedanken für unsere Podcast-Reihe so zusammenfassen, nicht nur was ein Mensch weiß ist entscheidend sondern welchen Sinn er erkennt und welche Antwort er mit seinem Leben darauf gibt.
00:08:29: Damit verändert sich unsere gesamte bisherige Betrachtung.
00:08:37: gehören bei Frankel eng zusammen.
00:08:41: Denn wenn ich erkenne, dass etwas für mich Bedeutung besitzt, entsteht daraus möglicherweise eine Verantwortung.
00:08:52: Denken wir an einen Arzt!
00:08:54: Sein medizinische Wissen gibt ihm Fähigkeiten – aber warum setzt er sie ein?
00:09:03: Denken wie an ein Lehrer!
00:09:05: Er besitze pädagogische und fachliches
00:09:09: Wissen.".
00:09:10: Aber vor ihm sitzt ein junger Mensch.
00:09:14: Plötzlich wird Wissen zur Verantwortung, oder denken wir ganz einfach an einen Menschen der erkennt jemand braucht meine Hilfe?
00:09:27: Jetzt stellt sich nicht mehr die Frage was weiß ich sondern was bedeutet das was ich erkannt habe für mein Handeln?
00:09:39: Genau hier treffen sich Frankels Gedanken mit unserem bisherigen Weg.
00:09:46: In Folge zwei haben wir ein achtjähriges Kind beobachtet, ein anderes Kind sitzt allein auf dem Schulhof.
00:09:56: Unser Kind kann keine wissenschaftliche Abhandlung über Empathie schreiben – vielleicht kennt es nicht einmal das Wort aber es sieht den anderen!
00:10:11: Es bleibt stehen, es setzt sich dazu und vielleicht fragt es – was ist los?
00:10:21: Damals haben wir gesagt, Wissen über Empathie- und empathisches Verhalten sind nicht dasselbe.
00:10:30: Jetzt können wir noch einen Schritt weitergehen.
00:10:34: In diesem kleinen Augenblick bekommt etwas Bedeutung!
00:10:40: Der andere Mensch ist mir nicht gleich
00:10:42: gültig.".
00:10:44: Seine Situation geht mich etwas an.
00:10:48: Und daraus entsteht eine Handlung!
00:10:52: Vielleicht liegt darin bereits im Kleinen etwas von dem, was Verantwortung bedeutet?
00:11:00: Hier müssen wir wieder an unsere Podcast-Reihe Lehren oder Belehrendenken.
00:11:08: Kann ich ein Menschen sagen Das ist der Sinn deines Lebens?
00:11:15: Nein Dann würden wir wieder belehren.
00:11:20: Sinn kann nicht wie eine Unterrichtseinheit vermittelt werden!
00:11:25: Wir können Menschen Fragen stellen, wir können Erfahrungen ermöglichen, wir könnten Orientierung anbieten und wir können über Werte sprechen – aber ein Mensch muss selbst entdecken was für ihn Bedeutung besitzt und wofür er Verantwortung übernehmen
00:11:45: möchte.".
00:11:47: Damit bekommt Bildung noch einmal eine neue Aufgabe.
00:11:53: Vielleicht sollten sie jungen Menschen nicht nur Antworten geben, vielleicht sollten sie Räume schaffen in denen die großen Fragen überhaupt gestellt werden dürfen.
00:12:06: Wer bin ich?
00:12:08: Was kann Ich?
00:12:10: Was ist mir wichtig?
00:12:13: Was braucht die Welt von mir und Wofür möchte ich meine Fähigkeiten einsetzen?
00:12:21: Das sind keine Prüfungsfragen.
00:12:24: Und vielleicht gehören sie trotzdem zu den wichtigsten Bildungsfragen überhaupt!
00:12:30: Unsere Gesellschaft vermittelt den Eindruck, ein gelungenes Leben ist ein erfolgreiches Leben.
00:12:39: Gute Ausbildung, guter Beruf, gutes Einkommen, Anerkennung, Besitz… All das kann angenehm und auch erstrebenswert sein, aber Frankl's Denken zwingt uns zu einer anderen Frage.
00:12:58: Ist Erfolg dasselbe wie Sinn?
00:13:02: Ein Mensch kann erfolgreich sein und dennoch keine Bedeutung in dem erkemmen was er tut.
00:13:10: Ein anderer bekommt vielleicht weniger gesellschaftliche Anerkennung sind voll.
00:13:22: Denken wir an jemanden, der einen Angehörigen pflegt – an Eltern die für die Kinder da sind und Menschen, die ehrenamtlich anderen helfen?
00:13:36: An jemandem, der ein Beruf aussügt, der gesellschaftlich kaum beachtet wird aber für andere Menschen unverzichtbar ist.
00:13:48: Sinn lässt sich offenbar nicht einfach mit Geld!
00:13:53: Titel oder gesellschaftlichem Ansehen messen.
00:13:57: Und plötzlich sind wir wieder bei Erich Fromm, haben oder seien.
00:14:03: Sinn bedeutet nicht!
00:14:06: Alles hat einen einfachen Grund.
00:14:09: Auch hier sollten wir vorsichtig sein.
00:14:13: Wenn ein Mensch schweres Leid erlebt, wäre es vermessen ihm vom Außen zu erklären – das hat bestimmt einen
00:14:23: Sinn.".
00:14:24: Das kann sogar verletzend sein.
00:14:27: Frankels Denken sollte nicht dazu genutzt werden, Leid schön zu reden.
00:14:34: Die entscheidende Frage lautet nicht welchen Sinn muss dieses Leid haben sondern eher Kann der Mensch selbst trotz seiner Situation noch eine Möglichkeit finden seinem Leben Bedeutung zu geben?
00:14:52: das ist ein großer Unterschied.
00:14:55: Sinn wird nicht von außen verordnet, er muss vom Menschen selbst entdeckt werden.
00:15:03: Die Freiheit der Haltung hat auch Grenzen und dennoch Bedeutung!
00:15:10: Auch die Vorstellung von innerer Freiheit dürfen wir nicht romantisieren – Menschen sind geprägt von ihrer Biografie, Armut oder Wohlstand, von Beziehungen, von Möglichkeiten und Begrenzung.
00:15:35: Wir sind nicht völlig frei von all diesen
00:15:38: Einflüssen.".
00:15:41: Aber Frankl's Gedanken richten unsere Aufmerksamkeit auf einen verbleibenden Handlungsspielraum?
00:15:49: Wo kann ich antworten?
00:15:52: Vielleicht kann sich die gesamte Situation nicht verändern!
00:15:56: Aber möglicherweise kann ich einen nächsten Schritt wählen, eine Haltung überprüfen.
00:16:05: Eine Entscheidung treffen, Verantwortung übernehmen um Hilfe bitten oder ein anderer Menschen helfen.
00:16:18: Diese Freiheit mag manchmal groß und manchmal sehr klein sein aber sie kann bedeutsam sein.
00:16:29: Nun können wir die letzten Folgen miteinander verbinden.
00:16:34: Wir brauchen Wissen, um die Welt zu verstehen!
00:16:39: Wir brauchen Kreativität, um neue Möglichkeiten zu entdecken.
00:16:46: Wir brauchen geistige Eigenschaften, um verantwortlich zu handeln und wir brauchen vielleicht Sinn, um unser Handeln eine Richtung zu
00:16:58: geben.".
00:17:00: Plötzlich entsteht ein Zusammenhang.
00:17:04: Wissen sagt, ich erkenne Möglichkeiten.
00:17:10: Kreativität sagt Ich kann neue Wege finden.
00:17:17: Charakter fragt Wie gehe ich mit meinen Möglichkeiten um?
00:17:24: Verantwortung fragt Welche Folgen hat ein Handeln für andere?
00:17:32: Und Sinn fragt Wofür tue ich es?
00:17:37: Vielleicht kommen wir damit unserem Begriff der Weisheit langsam näher.
00:17:43: Ist Sinn etwas Rhein Persönliches?
00:17:48: Aber hier entsteht eine schwierige Frage, wenn jeder Mensch seinen eigenen Sinn sucht – ist dann alles beliebig?
00:18:00: Kann jemand sagen, mein Lebenssinn besteht darin, möglichst viel Macht über andere Menschen zu besitzen?
00:18:09: Oder mein Sinn besteht ausschließlich darin, mich selbst zu bereichern – gleichgültig was mit anderen geschieht.
00:18:22: Reicht es das etwas für mich persönlich sinnvoll erscheint?
00:18:27: Vielleicht nicht!
00:18:30: Denn sobald wir mit anderen Menschen zusammenleben, berührt unser Handeln deren Leben.
00:18:39: Deshalb braucht Sinn wiederum
00:18:41: Verantwortung.".
00:18:43: Und Verantwortung braucht Eigenschaften wie Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Mitgefühl.
00:18:52: Wir kommen immer wieder zu derselben Erkenntnis.
00:18:57: Keiner dieser Begriffe steht allein.
00:19:01: Wissen, Kreativität, Charakter, Verantwortung, Sinn – sie brauchen einander!
00:19:11: Kehren wir noch einmal zu dem Anfang unserer Podcast-Reihe zurück zum Kleinkind.
00:19:19: Es lässt ein Gegenstand fallen, es beobachtet, probiert und es fragt warum.
00:19:28: daraus beginnt Wissen zu entstehen.
00:19:32: Später kommt die Schule.
00:19:34: der Mensch sammelt Wissen erlernt versteht erkennt Er entwickelt eigene Gedanken, trifft Entscheidungen und handelt.
00:19:48: Und irgendwann entsteht eine neue Frage – nicht mehr nur warum ist die Welt so sondern welche Aufgabe habe ich in dieser Welt?
00:20:02: Vielleicht liegt darin ein entscheidender Schritt des Erwachsenwerdens.
00:20:08: aus dem neugierigen Menschen wird nicht nur ein wissender Mensch Er kann zu einem verantwortlichen Menschen werden.
00:20:18: Und nun stehen wir vor dem Titel unserer gesamten Reihe, vom Wissen zur Weisheit.
00:20:27: Vielleicht können wir nach acht Folgen vorsichtig versuchen uns den Begriff Weissheit anzunehren.
00:20:36: Weißheit ist offenbar nicht einfach eine Menge von Wissen!
00:20:42: Ein Computer kann ungehörigere Mengen an Informationen speichern, aber deshalb würden wir nicht automatisch als Weise bezeichnen.
00:20:53: Weisheit braucht mehr Verstehen Erfahrung Urteilsfähigkeit Demut Mitgefühl Verantwortung und vielleicht die Fähigkeit nach dem Sinn unseres Handeln zu fragen.
00:21:13: Weisheit könnte deshalb dort beginnen, wo ein Mensch nicht nur fragt.
00:21:19: Was weiß ich?
00:21:21: Oder was kann ich?
00:21:23: Sondern was dient dem Leben?
00:21:27: Was dient den Menschen?
00:21:29: Wofür trage ich
00:21:31: Verantwortung?".
00:21:33: Und ein letztes Mal kehren wir zu unserem Samenkorn zurück!
00:21:39: An Anfang unserer Reihe sagten Wissen es wie ein Samenkorn, ob daraus eine Pflanze wert?
00:21:48: entscheidet sich später.
00:21:51: Wir haben das Samenkern gesammelt!
00:21:55: wir haben erkannt dass sein Besitz allein nichts bewirkt im Raum zum wachsen gegeben und über seine Früchte gesprochen.
00:22:06: vielleicht können wir heute ergänzen Es genügt nicht, daß eine pflanze wächst Entscheidet es auch, welche Früchte sie trägt und wem kommen diese Früchten zugute?
00:22:23: Vielleicht liegt genau darin der Übergang von Wissen zur Weisheit.
00:22:29: Nicht darum möglichst viel anzusammeln sondern darin das aus dem Erkannten etwas entstehen zu lassen dass dem Leben dient.
00:22:43: Viktor Franklitz Leben und Denken erinnert uns an etwas, das in einer wissensorientierten Gesellschaft leicht verloren gehen kann.
00:22:55: Der Mensch lebt nicht allein von Informationen, nicht allein vom Erfolg oder von Besitz.
00:23:05: Er braucht Bedeutung und Aufgaben, Beziehungen Verantwortung zu übernehmen, vielleicht können wir deshalb am Ende dieser Folge Einsatz formulieren der unseren bisherigen Weg zusammenfasst.
00:23:29: Wissen zeigt uns.
00:23:30: was ist Erkenntnis?
00:23:34: hilft uns zu verstehen.
00:23:38: Geistige Eigenschaften prägen wie wir handeln.
00:23:44: Verantwortung fragt nach den Folgen Sinn gibt unser Handeln eine Richtung und Weisheit?
00:23:56: Vielleicht zeigt sich Weisheit darin, all dies miteinander zu verbinden.
00:24:02: Nicht nur zu wissen, nicht nur zu verstehen sondern das Erkannte verantwortlich in das eigene Leben zu übersetzen.
00:24:15: Damit endet unser Weg noch nicht Denn nun stellt sich eine vielleicht noch größere Frage Kann Weisheit überhaupt das Ziel eines einzelnen Menschen bleiben?
00:24:30: Oder trägt der wissende und verantwortliche Mensch auch Verantwortung für die Gemeinschaft, für die Gesellschaft und für kommende Generationen.
00:24:43: Vielleicht führt der Weg vom Wissen zur Weiszeit am Ende immer wieder zu einer Erkenntnis zurück – wir lernen nicht für uns selbst!
00:24:57: Herzlichen Dank fürs Zuhören und vielleicht abonnieren Sie ja meinen Podcast.
00:25:03: Und ich hoffe, es sind bald wieder neue interessante Folgen für Sie dabei!
00:25:10: Bis zum nächsten Mal, Ihr Hans-Jahre im Thürchner.
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