4.Folge Vom Wissen zur Weisheit
Shownotes
Was soll Schule eigentlich leisten?
Soll sie vor allem Wissen vermitteln, Leistungen prüfen und Noten vergeben? Oder soll sie junge Menschen zugleich dazu befähigen, selbstständig zu denken, zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen?
Diese Folge hinterfragt Noten, Stoffpläne, Prüfungsdruck und Konkurrenz im deutschen Schulsystem – ohne Lehrer oder Schule pauschal abzuwerten. Der Blick nach Finnland und Dänemark sowie auf Jenaplan und Dalton zeigt: Bildung kann auch anders organisiert werden.
Dabei rückt eine Frage in den Mittelpunkt:
Wie können Schulen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Selbstständigkeit, Zusammenarbeit, Verantwortung und menschliche Werte fördern?
Leitfrage:
Was können wir von anderen Bildungswegen lernen, ohne sie einfach zu kopieren?
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Podcast-Reihe: Vom Wissen zur Weisheit
Folge 4: Schule neu denken – Wissen, Werte und die Freiheit zu lernen
Einleitung – Was soll Schule eigentlich leisten?
In den ersten drei Folgen dieser Reihe haben wir einen Weg zurückgelegt.
Wir haben beim neugierigen Kind begonnen.
Bei einem Kind, das fragt:
Warum?
Wir haben gesehen, wie Wissen erworben wird.
Wir haben mit Erich Fromm gefragt, ob man Wissen besitzen kann wie ein Auto.
Und schließlich haben wir in der letzten Folge darüber nachgedacht, wann aus Wissen Verständnis und aus Verständnis Erkenntnis wird.
Nun kommen wir an einen entscheidenden Punkt.
Denn einen großen Teil unseres Wissens erwerben wir in einer Institution, die uns viele Jahre unseres Lebens begleitet:
in der Schule.
Deshalb müssen wir heute eine grundsätzliche Frage stellen:
Was soll Schule eigentlich leisten?
Soll sie möglichst viel Wissen vermitteln?
Soll sie auf Prüfungen vorbereiten?
Soll sie junge Menschen miteinander vergleichen?
Oder soll sie Menschen dazu befähigen, selbstständig zu denken, Verantwortung zu übernehmen und mit anderen zusammenzuleben?
Vielleicht lautet die eigentliche Frage sogar:
Was für einen Menschen wollen wir durch Bildung hervorbringen?
Das deutsche Schulsystem – viel Leistung, aber welches Ziel?
Zunächst möchte ich eines klarstellen.
Diese Folge soll keine Abrechnung mit Lehrerinnen und Lehrern sein.
Im Gegenteil.
Viele Lehrer versuchen jeden Tag unter schwierigen Bedingungen, Kindern gerecht zu werden.
Und selbstverständlich gibt es hervorragende Schulen in Deutschland.
Unsere Kritik richtet sich deshalb nicht gegen einzelne Lehrer.
Sie richtet sich auf Strukturen.
Deutschland hat Bildungsstandards und Lehrpläne, Prüfungen, Leistungsmessungen und Abschlüsse entwickelt, um Bildungsziele festzulegen und Leistungen vergleichbar zu machen.
Das hat seinen Sinn.
Eine Gesellschaft muss wissen, ob grundlegende Fähigkeiten vermittelt werden.
Aber wir sollten trotzdem fragen:
Was geschieht, wenn das Messbare immer wichtiger wird als das schwer Messbare?
Die Note – eine Zahl für einen Menschen?
Wir sind an Noten so sehr gewöhnt, dass wir sie kaum noch grundsätzlich hinterfragen.
Eine Eins.
Eine Zwei.
Eine Drei.
Eine Vier.
Innerhalb weniger Sekunden scheint eine Zahl etwas darüber auszusagen, wie gut ein Kind in einem bestimmten Bereich ist.
Aber was misst diese Zahl tatsächlich?
Sein Wissen?
Seine Anstrengung?
Seine Kreativität?
Seine Entwicklung?
Seine Fähigkeit, anderen zu helfen?
Seine Neugier?
Seinen Mut, eine ungewöhnliche Frage zu stellen?
Seine Fähigkeit, nach einem Fehler einen neuen Weg zu suchen?
Eine Note kann Leistungen dokumentieren.
Aber sie kann niemals den ganzen Lernprozess eines Menschen abbilden.
Und trotzdem können Noten eine ungeheure Bedeutung bekommen.
Kinder beginnen sich zu vergleichen.
Was hast du?
Ich habe eine Zwei.
Und du?
Plötzlich bekommt Lernen eine Rangordnung.
Und damit kann aus gemeinsamem Lernen Konkurrenz werden.
Dabei ist das Leben später fast immer auf Zusammenarbeit angewiesen.
Ein Krankenhaus funktioniert nicht durch einen einzelnen Menschen.
Eine Firma funktioniert nicht ohne Zusammenarbeit.
Wissenschaft entsteht durch Austausch.
Eine demokratische Gesellschaft funktioniert nur, wenn Menschen miteinander sprechen und Verantwortung füreinander übernehmen.
Warum sollte ausgerechnet Schule jungen Menschen vermitteln:
Dein Erfolg besteht vor allem darin, besser abzuschneiden als andere?
Der Stoffplan – wenn Wissen zum Pensum wird
Auch Lehrpläne haben eine notwendige Aufgabe.
Wir können nicht einfach hoffen, dass jedes Kind irgendwann zufällig Lesen, Schreiben oder Mathematik entdeckt.
Aber auch hier entsteht ein Problem, wenn aus Orientierung ein enges Pensum wird.
Dann lautet die Frage nicht mehr:
Hat das Kind verstanden?
Sondern:
Sind wir mit dem Stoff durch?
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Denn Kinder lernen nicht alle im gleichen Tempo.
Das eine Kind braucht länger.
Ein anderes begreift etwas sehr schnell und möchte tiefer einsteigen.
Ein drittes findet über praktische Erfahrung Zugang zu einem Thema.
Doch der Stundenplan sagt:
Die Zeit ist vorbei.
Das nächste Fach beginnt.
Vielleicht sollten wir deshalb häufiger fragen:
Muss sich das Kind dem Stoffplan anpassen – oder sollte sich Lernen stärker am Kind orientieren?
Prüfungen – was können sie wirklich messen?
Auch Prüfungen sind nicht grundsätzlich falsch.
Ein Mensch muss zeigen können, was er gelernt hat.
Ein zukünftiger Arzt muss medizinisches Wissen nachweisen.
Ein Handwerker muss sein Handwerk beherrschen.
Aber die Frage lautet:
Was prüfen wir?
Wenn Prüfungen hauptsächlich verlangen, gespeichertes Wissen zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederzugeben, fördern sie genau jene Gefahr, über die wir in Folge 1 gesprochen haben:
das sogenannte Bulimie-Lernen.
Aufnehmen.
Speichern.
Wiedergeben.
Vergessen.
Eine Prüfung müsste deshalb viel stärker fragen:
Kann ein Schüler Wissen anwenden?
Kann er Zusammenhänge herstellen?
Kann er ein unbekanntes Problem lösen?
Kann er erklären, warum er zu einer bestimmten Schlussfolgerung gekommen ist?
Kann er gemeinsam mit anderen nach einer Lösung suchen?
Und vielleicht sogar:
Kann er eine gute Frage stellen?
Konkurrenz oder Zusammenarbeit?
Hier liegt für mich eine der grundlegenden Fragen von Bildung.
Wir leben in einer Welt, deren große Probleme kein Mensch allein lösen kann.
Klimawandel.
Armut.
Migration.
Krieg und Frieden.
Technologische Veränderungen.
Soziale Ungleichheit.
Für all diese Herausforderungen brauchen wir Menschen, die Wissen besitzen.
Aber wir brauchen genauso Menschen, die zusammenarbeiten können.
Die zuhören.
Andere Sichtweisen aushalten.
Verantwortung übernehmen.
Konflikte lösen.
Und die ihre eigene Meinung korrigieren können.
Deshalb sollten wir uns fragen:
Warum trainieren wir Konkurrenz stärker als Kooperation, wenn wir später Kooperation benötigen?
Blick nach Finnland
Schauen wir nach Finnland.
Auch dort gibt es Lehrpläne.
Auch dort werden Leistungen bewertet.
Finnland ist also keineswegs ein Land ohne Anforderungen.
Aber die Gewichtung ist teilweise eine andere.
In der finnischen Grundbildung gibt es keine landesweiten standardisierten Prüfungen für alle Schülerinnen und Schüler. Die laufende Bewertung liegt wesentlich bei den Lehrkräften und soll den Lernprozess begleiten und unterstützen.
Das ist ein interessanter Gedanke:
Bewertung nicht nur als Urteil über Lernen – sondern als Hilfe für weiteres Lernen.
Auch die Lehrpläne lassen Raum für lokale Gestaltung.
Damit entsteht mehr Verantwortung vor Ort.
Nicht jede Schule muss jede Lernentscheidung bis ins Detail auf dieselbe Weise treffen.
Der entscheidende Gedanke ist deshalb nicht:
Wir müssen Finnland kopieren.
Sondern:
Was können wir daraus lernen?
Vielleicht dies:
Vertrauen kann ebenfalls ein Bildungsprinzip sein.
Blick nach Dänemark
Dänemark ist ebenfalls interessant.
Und auch hier sollten wir nicht romantisieren.
Die dänische Folkeskole kennt durchaus Prüfungen und Leistungsanforderungen.
Aber schauen wir einmal auf ihr formuliertes Bildungsziel.
Schule soll nicht nur Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln.
Sie soll auch die Lust am weiteren Lernen fördern.
Sie soll Möglichkeiten für Erfahrung, Vertiefung und Eigeninitiative schaffen.
Und sie soll junge Menschen auf Beteiligung und Mitverantwortung in einer demokratischen Gesellschaft vorbereiten.
Das Schulleben soll von Gleichwertigkeit, geistiger Freiheit und Demokratie geprägt sein.
Das ist bemerkenswert.
Denn hier steht neben der Frage:
Was weiß der Schüler?
eine zweite:
Zu welchem Menschen entwickelt er sich?
Genau diese zweite Frage interessiert uns in dieser Podcast-Reihe.
Wissen und Persönlichkeitsbildung gehören zusammen
Vielleicht liegt hier eine Schwäche unseres traditionellen Bildungsverständnisses.
Wir trennen gerne.
Hier ist Mathematik.
Dort Geschichte.
Hier Deutsch.
Dort Biologie.
Und irgendwo vielleicht noch Sozialverhalten.
Aber der Mensch besteht nicht aus Unterrichtsfächern.
Wissen, Denken, Gefühle, Beziehungen und Charakter gehören in ein und demselben Menschen zusammen.
Deshalb brauchen wir neben fachlichem Wissen auch Eigenschaften wie:
Verantwortung.
Respekt.
Zuverlässigkeit.
Mut.
Geduld.
Gerechtigkeit.
Empathie.
Kooperationsfähigkeit.
Ich möchte dafür den Begriff geistige Eigenschaften verwenden.
Nicht als zusätzliches Schulfach.
Nicht:
Montag Mathematik, Dienstag Deutsch und Mittwoch Mitgefühl.
So funktioniert das nicht.
Geistige Eigenschaften entwickeln sich vor allem dadurch, dass sie gelebt und eingeübt werden.
Verantwortung lernt man, indem man Verantwortung bekommt.
Zusammenarbeit lernt man, indem man zusammenarbeitet.
Respekt lernt man in einer Umgebung, in der Menschen respektvoll miteinander umgehen.
Selbstständigkeit lernt man, indem man Entscheidungen treffen darf und deren Folgen erlebt.
Vielleicht müssen Werte deshalb weniger unterrichtet als praktiziert werden.
Jenaplan – Schule als Gemeinschaft
Damit kommen wir zu einem interessanten pädagogischen Ansatz:
Jenaplan.
Wir werden dieses Schulmodell später einmal ausführlich betrachten.
Heute möchte ich nur einige Gedanken herausgreifen.
Im Jenaplan wird Schule stärker als Gemeinschaft verstanden.
Ein bekanntes Grundmuster bilden vier Tätigkeiten:
Gespräch.
Arbeit.
Spiel.
Feier.
Schon diese vier Begriffe zeigen ein anderes Bild von Schule.
Das Kind wird nicht ausschließlich als Empfänger von Unterrichtsstoff betrachtet.
Lernen geschieht im Gespräch.
Im gemeinsamen Arbeiten.
Im Spiel.
Und im gemeinschaftlichen Leben.
In Jenaplan-Schulen finden wir außerdem jahrgangsübergreifende Gruppen und Formen der individuellen Rückmeldung; konkrete Ausgestaltung kann sich von Schule zu Schule unterscheiden.
Der entscheidende Gedanke für unsere Betrachtung lautet:
Das Kind soll sich nicht nur fachlich entwickeln, sondern als Teil einer Gemeinschaft.
Und plötzlich bekommen Eigenschaften wie Rücksichtnahme, Zuhören, Verantwortung und gegenseitige Hilfe einen ganz praktischen Sinn.
Sie stehen nicht auf einem Arbeitsblatt.
Sie werden gebraucht.
Dalton – Freiheit und Verantwortung gehören zusammen
Ein anderer interessanter Ansatz ist der Daltonplan, der auf Helen Parkhurst zurückgeht.
Hier begegnen uns Begriffe, die hervorragend zu unserer bisherigen Podcast-Reihe passen:
Freiheit.
Verantwortung.
Selbstständigkeit.
Zusammenarbeit.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten innerhalb eines vorgegebenen Rahmens mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess.
Sie müssen planen.
Entscheidungen treffen.
Arbeitsaufträge erledigen.
Hilfe suchen, wenn sie nicht weiterkommen.
Und mit anderen zusammenarbeiten.
Dabei ist Freiheit nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln.
Das finde ich besonders wichtig.
Freiheit bedeutet nicht:
Ich mache einfach, was ich will.
Sondern:
Ich bekomme einen Handlungsspielraum – und übernehme Verantwortung dafür.
Damit wird Schule selbst zu einem Übungsraum für Eigenschaften, die ein Mensch später im Leben benötigt.
Zwei verschiedene Wege – eine gemeinsame Frage
Jenaplan und Dalton sind nicht dasselbe.
Und wir sollten auch diese Modelle nicht idealisieren.
Keine Schulform löst automatisch alle Probleme.
Aber beide stellen Fragen, die für unsere Podcast-Reihe wichtig sind.
Was geschieht, wenn wir Schülern mehr Verantwortung zutrauen?
Was geschieht, wenn Zusammenarbeit nicht als unerlaubtes Abschreiben betrachtet wird, sondern als Fähigkeit, die gelernt werden muss?
Was geschieht, wenn Fehler nicht nur zu Punktabzug führen, sondern Ausgangspunkt eines Lernprozesses werden?
Was geschieht, wenn Schule nicht nur fragt:
„Wie viel Stoff haben wir vermittelt?“
sondern:
„Was ist im Schüler entstanden?“
Geistige Eigenschaften kann man nicht auswendig lernen
Kehren wir noch einmal zu unseren geistigen Eigenschaften zurück.
Ein Schüler kann eine Definition von Gerechtigkeit auswendig lernen.
Aber dadurch ist er noch nicht gerecht.
Er kann fünf Regeln guter Zusammenarbeit nennen.
Aber dadurch kann er noch lange nicht gut mit anderen zusammenarbeiten.
Er kann einen Aufsatz über Verantwortung schreiben.
Aber übernimmt er Verantwortung, wenn etwas schiefgeht?
Hier begegnen wir wieder dem zentralen Gedanken unserer gesamten Reihe:
Wissen allein genügt nicht.
Geistige Eigenschaften müssen erlebt, erprobt und eingeübt werden.
Ein Kind muss erfahren:
Wie fühlt es sich an, Verantwortung zu übernehmen?
Wie gehe ich damit um, wenn jemand anderer Meinung ist?
Kann ich zugeben, dass ich einen Fehler gemacht habe?
Kann ich einem anderen helfen, obwohl ich dadurch selbst keinen Vorteil habe?
Kann ich meine Freiheit so nutzen, dass sie die Freiheit eines anderen nicht verletzt?
Das sind Bildungsfragen.
Vielleicht sogar einige der wichtigsten.
Was können wir übernehmen?
Und nun sollten wir nicht fragen:
Welches Land hat das beste Schulsystem?
Das wäre zu einfach.
Wir sollten auch nicht fragen:
Welche Schulform müssen wir kopieren?
Die interessantere Frage lautet:
Welche Erkenntnisse können wir übernehmen?
Vielleicht diese:
Erstens: Wissen bleibt unverzichtbar – aber Wissen muss verstanden und angewendet werden.
Zweitens: Bewertung sollte Lernen unterstützen und nicht nur Menschen sortieren.
Drittens: Kinder brauchen nicht nur Vorgaben, sondern auch Freiräume, in denen sie selbstständig denken können.
Viertens: Freiheit und Verantwortung gehören zusammen.
Fünftens: Zusammenarbeit ist keine Nebensache, sondern eine zentrale Fähigkeit für das Leben.
Sechstens: Schule hat nicht nur mit Wissensvermittlung zu tun. Sie ist immer auch ein sozialer und menschlicher Entwicklungsraum.
Und vielleicht am wichtigsten:
Geistige Eigenschaften entstehen nicht dadurch, dass wir über sie sprechen. Sie entwickeln sich, wenn Menschen Gelegenheit bekommen, sie zu leben.
Der Übergang zu Folge 5
Damit sind wir an einem spannenden Punkt angekommen.
Wir haben gesehen, dass Schule anders gedacht werden kann.
Finnland zeigt uns interessante Möglichkeiten einer stärker lernbegleitenden Bewertung und größeren Verantwortung vor Ort.
Dänemark verbindet Wissen ausdrücklich mit persönlicher Entwicklung, Mitverantwortung und Demokratie.
Jenaplan zeigt uns Schule stärker als Gemeinschaft.
Dalton verbindet Freiheit mit Verantwortung, Selbstständigkeit und Zusammenarbeit.
Aber nun entsteht eine neue Frage.
Wir können Unterricht verändern.
Wir können Stundenpläne verändern.
Wir können Prüfungen verändern.
Wir können sogar ganze Schulen verändern.
Doch:
Wie entsteht eigentlich selbstständiges und kreatives Denken?
Kann man Kreativität unterrichten?
Was geschieht mit einem Kind, wenn es nicht nur die richtige Antwort finden soll, sondern eigene Lösungswege entwickeln darf?
Und welche Rolle spielen dabei Fehler, Neugier, Freiheit und die Möglichkeit, etwas selbst auszuprobieren?
Vielleicht brauchen wir für die Zukunft nicht hauptsächlich Menschen, die bereits bekannte Antworten besonders gut wiedergeben können.
Vielleicht brauchen wir Menschen, die angesichts neuer Probleme neue Fragen stellen und neue Antworten finden können.
Damit kommen wir zur nächsten Folge:
Folge 5: Kreativität entsteht dort, wo Denken erlaubt, ist
Denn die Zukunft wird nicht nur Menschen brauchen, die wissen, was bereits bekannt ist.
Sie wird Menschen brauchen, die den Mut und die Fähigkeit besitzen, über das Bekannte hinauszudenken.
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