3. Folge Vom Wissen zur Weisheit
Shownotes
Wir können viele Informationen aufnehmen und über großes Wissen verfügen. Doch wann haben wir etwas wirklich verstanden?
Diese Folge geht der Frage nach, wie aus Information Wissen, aus Wissen Verständnis und schließlich eigene Erkenntnis entstehen kann. Dabei zeigt sich: Erkenntnis lässt sich einem Menschen nicht einfach übergeben. Wir können erklären, lehren und Fragen stellen – erkennen muss der Mensch selbst.
Und vielleicht gehört zum wirklichen Wissendsein auch die Fähigkeit zu sagen:
„Das weiß ich nicht.“
Denn Bildung zeigt sich nicht nur darin, Antworten zu kennen, sondern auch darin, weiterzufragen und die Möglichkeit des eigenen Irrtums anzuerkennen.
Leitfrage:
Wann wird aus „Ich weiß es“ ein „Ich habe es erkannt“?
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Podcast-Reihe: Vom Wissen zur Weisheit
Folge 3: Wissend sein – Wenn Wissen zu Erkenntnis wird
Einleitung
In der ersten Folge dieser Reihe haben wir gefragt:
Wie erwerben wir Wissen?
Wir sind dem neugierigen Kind begegnet, das seine Welt entdeckt, Fragen stellt, ausprobiert und durch Nachahmung lernt.
Wir haben gesehen, wie sich Lernen mit dem Eintritt in die Schule verändert und wie leicht aus der ursprünglichen Frage
„Warum ist das so?“
irgendwann die Frage werden kann:
„Kommt das in der Prüfung dran?“
In der zweiten Folge sind wir dann Erich Fromms Unterscheidung von Haben und Sein begegnet.
Wir haben gefragt:
Kann man Wissen besitzen wie ein Auto?
Und wir haben den Professor, den Handwerker und das empathische Kind betrachtet.
Nicht um sie gegeneinander auszuspielen.
Sondern um zu erkennen:
Fachwissen, Lebenserfahrung und menschliche Eigenschaften sind unterschiedliche Dimensionen menschlicher Bildung.
Heute gehen wir einen Schritt weiter.
Denn zwischen dem Erwerb von Wissen und einem wirklich wissenden Menschen liegt ein entscheidender Weg.
Es ist der Weg vom:
„Ich weiß etwas“
zum:
„Ich habe etwas verstanden.“
Und schließlich vielleicht:
„Ich habe etwas erkannt.“
Aber was ist eigentlich der Unterschied?
Ich weiß es – aber habe ich es auch erkannt?
Wir benutzen den Satz „Ich weiß das“ sehr häufig.
Wir wissen, dass Bewegung gesund ist.
Wir wissen, dass eine ausgewogene Ernährung unserem Körper guttut.
Wir wissen, dass Kinder Zuwendung und verlässliche Beziehungen brauchen.
Wir wissen, dass Vorurteile Menschen verletzen können.
Wir wissen, dass es wichtig ist, anderen zuzuhören.
Wir wissen, dass Konflikte durch gegenseitige Beschuldigungen meistens nicht besser werden.
Wir wissen erstaunlich viel.
Und trotzdem handeln wir nicht immer entsprechend.
Darauf werden wir in der nächsten Folge noch ausführlich zurückkommen.
Heute interessiert uns zunächst etwas anderes:
Was bedeutet dieses „Ich weiß das“ eigentlich?
Habe ich eine Information aufgenommen?
Habe ich sie verstanden?
Oder ist daraus tatsächlich eine Erkenntnis geworden?
Denn diese drei Dinge sind nicht dasselbe.
Information, Wissen, Verstehen und Erkenntnis
Versuchen wir zunächst, diese Begriffe auseinanderzuhalten.
Information begegnet uns ständig.
Wir lesen etwas.
Jemand erzählt uns etwas.
Wir sehen einen Bericht.
Wir hören einen Vortrag.
Wir suchen etwas im Internet.
Eine Information erreicht uns.
Wenn wir diese Information aufnehmen, mit anderen Informationen verbinden und behalten, entsteht daraus Wissen.
Doch auch Wissen allein bedeutet noch nicht, dass wir etwas verstanden haben.
Verstehen entsteht dort, wo wir Zusammenhänge erkennen.
Warum geschieht etwas?
Was hängt miteinander zusammen?
Was folgt daraus?
Welche Bedeutung besitzt eine Information?
Und dann gibt es noch eine weitere Ebene:
Erkenntnis.
Erkenntnis bedeutet, dass etwas für mich eine tiefere Bedeutung bekommt.
Etwas, das ich vielleicht schon lange wusste, sehe ich plötzlich anders.
Wir kennen solche Augenblicke.
Jemand sagt:
„Jetzt habe ich es verstanden.“
Oder:
„Jetzt ist mir etwas klar geworden.“
Interessanterweise kann das bei etwas geschehen, das wir vielleicht schon hundertmal gehört haben.
Die Information war längst vorhanden.
Das Wissen vielleicht auch.
Aber plötzlich entsteht ein Zusammenhang.
Aus Wissen wird persönliche Erkenntnis.
Ein einfaches Beispiel
Nehmen wir ein Kind.
Wir sagen ihm:
„Die Herdplatte ist heiß.“
Das Kind hört zunächst eine Information.
Vielleicht merkt es sich:
Herdplatte – heiß.
Später versteht es:
Hitze kann Schmerzen verursachen.
Damit hat es bereits einen Zusammenhang erkannt.
Aber irgendwann bekommt diese Erkenntnis eine persönliche Bedeutung:
Ich muss mit Hitze vorsichtig umgehen.
Aus einer Information über die Welt ist etwas geworden, das für das eigene Leben Bedeutung besitzt.
Natürlich ist dieses Beispiel sehr einfach.
Aber genau dieser Vorgang begleitet uns unser ganzes Leben.
Wir hören etwas.
Wir lernen etwas.
Wir verstehen etwas.
Und manchmal erkennen wir plötzlich:
Das betrifft mich.
Vielleicht beginnt genau dort Erkenntnis.
Erkenntnis kann man nicht einfach übergeben
Damit kommen wir zu einem Gedanken, der unmittelbar an unsere Podcast-Reihe „Lehren oder belehren?“ anschließt.
Wir können einem anderen Menschen Wissen vermitteln.
Wir können ihm etwas erklären.
Wir können ihm Bücher geben.
Wir können ihm unsere Erfahrungen schildern.
Wir können ihn auf etwas aufmerksam machen.
Aber können wir ihm eine Erkenntnis geben?
Ich glaube, genau hier liegt eine Grenze jeder Erziehung und jeder Bildung.
Erkenntnis muss im Menschen selbst entstehen.
Ein Lehrer kann den Weg zeigen.
Er kann Fragen stellen.
Er kann Zusammenhänge erklären.
Er kann Erfahrungen ermöglichen.
Er kann neugierig machen.
Aber den entscheidenden gedanklichen Schritt muss der Lernende selbst vollziehen.
Vielleicht besteht gutes Lehren deshalb nicht darin, einem Menschen möglichst viele fertige Antworten zu geben.
Vielleicht besteht es manchmal gerade darin, eine Frage so zu stellen, dass der andere beginnt, selbst zu denken.
Das wäre dann der Unterschied zwischen:
„Ich sage dir, was du denken sollst.“
und:
„Ich helfe dir dabei, selbst zu erkennen.“
Die eigene Frage ist manchmal wichtiger als die fertige Antwort
Erinnern wir uns noch einmal an das Kind aus Folge 1.
Warum?
Warum regnet es?
Warum fährt das Auto?
Warum muss ich schlafen?
Warum ist das so?
Diese Fragen waren kein Zeichen mangelnden Wissens.
Sie waren der Anfang von Wissen.
Vielleicht machen wir deshalb einen Fehler, wenn wir Bildung hauptsächlich danach beurteilen, wie viele richtige Antworten ein Mensch geben kann.
Eine mindestens ebenso interessante Frage wäre:
Welche Fragen kann dieser Mensch stellen?
Denn eine gute Frage zeigt häufig, dass jemand begonnen hat, über einen Zusammenhang nachzudenken.
Ein Mensch, der nichts hinterfragt, kann sehr viele Antworten auswendig kennen.
Ein Mensch, der wirklich verstehen möchte, wird dagegen immer wieder auf neue Fragen stoßen.
Vielleicht ist deshalb nicht derjenige besonders wissend, der auf alles sofort eine Antwort hat.
Vielleicht ist es manchmal gerade derjenige, der erkennt:
Hier weiß ich noch nicht genug.
Viel Wissen schützt nicht vor Irrtum
Das führt uns zu einer unbequemen Erkenntnis.
Ein Mensch kann sehr viel wissen und sich trotzdem irren.
Bildung schützt uns nicht automatisch vor Fehleinschätzungen.
Auch ein hochgebildeter Mensch kann Vorurteile besitzen.
Auch ein Experte kann sich täuschen.
Auch ein Mensch mit jahrzehntelanger Erfahrung kann an einer Vorstellung festhalten, die sich später als falsch erweist.
Wissen allein macht uns deshalb nicht unfehlbar.
Vielleicht besteht ein wichtiger Schritt zum wissend sein gerade darin, die Möglichkeit des eigenen Irrtums anzuerkennen.
Das ist schwieriger, als es klingt.
Denn wir hängen an unseren Überzeugungen.
Wir haben vielleicht jahrelang etwas geglaubt.
Wir haben es anderen erzählt.
Wir haben Entscheidungen darauf aufgebaut.
Und dann begegnen uns neue Erfahrungen oder neue Erkenntnisse.
Plötzlich müssten wir sagen:
„Vielleicht habe ich mich geirrt.“
Das kann schmerzhaft sein.
Aber genau darin kann Entwicklung liegen.
Erkenntnis verlangt Offenheit
Wer nur Informationen sammelt, kann sein bisheriges Weltbild immer weiter bestätigen.
Wer erkennen möchte, muss dagegen bereit sein, es gelegentlich infrage zu stellen.
Vielleicht begegnet mir ein Mensch, über den ich ein festes Urteil hatte.
Dann lerne ich ihn näher kennen.
Ich erfahre seine Geschichte.
Ich verstehe Zusammenhänge, die ich vorher nicht kannte.
Und plötzlich verändert sich mein Urteil.
Nicht weil jemand mir befohlen hat:
„Du musst anders denken.“
Sondern weil ich selbst etwas erkannt habe.
Das ist ein großer Unterschied.
Erkenntnis kann deshalb auch bedeuten:
Ich muss bereit sein, mich verändern zu lassen.
Nicht jede neue Information verändert uns.
Aber wirkliche Erkenntnis kann unser bisheriges Denken erschüttern.
Sie kann uns zwingen, etwas neu zu betrachten.
Und manchmal beginnt genau dort Bildung.
Die Bedeutung der Erfahrung
Es gibt Dinge, die wir aus Büchern lernen können.
Und es gibt Dinge, deren wirkliche Bedeutung wir oft erst durch Erfahrung verstehen.
Wir können viel über Geduld lesen.
Aber wie geduldig wir tatsächlich sind, erfahren wir vielleicht erst im Umgang mit einem Menschen, der uns jeden Tag herausfordert.
Wir können viel über Verantwortung lesen.
Aber was Verantwortung bedeutet, erfahren wir anders, wenn plötzlich ein anderer Mensch auf uns angewiesen ist.
Wir können Bücher über Trauer lesen.
Doch die Erfahrung, einen geliebten Menschen zu verlieren, besitzt eine andere Dimension.
Das bedeutet nicht, dass Bücher und theoretisches Wissen unwichtig wären.
Im Gegenteil.
Wissen kann uns helfen, Erfahrungen zu verstehen.
Aber auch Erfahrung kann unserem Wissen eine Tiefe geben, die es vorher nicht hatte.
Vielleicht brauchen wir deshalb beides:
Wissen und Erfahrung.
Das eine kann das andere ergänzen.
Erinnern wir uns an den Handwerker
In Folge 2 haben wir einen Handwerker mit großer Lebenserfahrung betrachtet.
Er hatte vielleicht weniger theoretisches Wissen als unser Professor.
Aber jahrzehntelange Erfahrung hatte ihm etwas beigebracht.
Er wusste:
Nicht jeder Plan funktioniert in der Wirklichkeit genauso, wie er auf dem Papier aussieht.
Ein Material verhält sich manchmal anders als erwartet.
Ein Auszubildender lernt nicht dadurch schneller, dass man ihn anschreit.
Ein Fehler kann manchmal mehr lehren als zehn richtige Handgriffe.
Aber auch hier sollten wir vorsichtig sein.
Erfahrung allein macht noch nicht weise.
Man kann einen Fehler zwanzig Jahre lang wiederholen.
Erfahrung bekommt erst dann ihren besonderen Wert, wenn wir über sie nachdenken.
Wenn wir fragen:
Was ist geschehen?
Warum ist es geschehen?
Was kann ich daraus lernen?
Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Vielleicht entsteht Erkenntnis deshalb häufig dort, wo Wissen, Erfahrung und Nachdenken zusammenkommen.
Wissend sein bedeutet auch: Ich weiß es nicht
Vielleicht kommen wir jetzt zu einem überraschenden Punkt.
Was unterscheidet einen Menschen, der Wissen besitzt, von einem Menschen, den wir wirklich als wissend bezeichnen würden?
Vielleicht ist es nicht nur das, was er weiß.
Vielleicht ist es auch seine Fähigkeit zu sagen:
„Das weiß ich nicht.“
Diese drei Worte können erstaunlich schwer sein.
Gerade wenn andere von uns erwarten, dass wir eine Antwort haben.
Doch je mehr ein Mensch von einem Gebiet versteht, desto deutlicher erkennt er häufig auch dessen Komplexität.
Eine einfache Antwort reicht plötzlich nicht mehr.
Neue Fragen entstehen.
Neue Zusammenhänge werden sichtbar.
Und manchmal muss ein wissender Mensch sagen:
„Darauf habe ich keine sichere Antwort.“
Oder:
„Nach meinem heutigen Wissen ist es so – aber ich kann mich irren.“
Das ist keine Schwäche des Wissens.
Es kann Ausdruck geistiger Reife sein.
Denn wer glaubt, bereits alles zu wissen, hat keinen Grund mehr, weiterzulernen.
Vom Wissensbesitzer zum Lernenden
Vielleicht sollten wir deshalb den Begriff „wissend sein“ nicht als einen endgültigen Zustand verstehen.
Nicht:
Jetzt weiß ich genug. Jetzt bin ich wissend.
Sondern eher als eine Haltung.
Ich lerne.
Ich prüfe.
Ich frage.
Ich höre zu.
Ich verbinde neue Erfahrungen mit meinem bisherigen Wissen.
Und ich bin bereit, eine Überzeugung zu verändern, wenn ich erkenne, dass sie nicht mehr trägt.
Damit verändert sich auch unser Verhältnis zum Wissen.
Wir müssen es nicht mehr wie einen Besitz verteidigen.
Wir dürfen es weiterentwickeln.
Das ist vielleicht eine der schönsten Konsequenzen aus Erich Fromms Unterscheidung von Haben und Sein:
Aus:
„Ich habe Wissen.“
wird:
„Ich bin ein Lernender.“
Doch Erkenntnis allein genügt noch nicht
Und jetzt kommen wir an einen entscheidenden Punkt.
Nehmen wir an, ein Mensch hat nicht nur Informationen gesammelt.
Er hat Zusammenhänge verstanden.
Er hat eigene Erfahrungen gemacht.
Er hat nachgedacht.
Er hat etwas tatsächlich erkannt.
Was geschieht dann?
Handelt er automatisch danach?
Leider nicht.
Wir alle kennen wahrscheinlich Situationen, in denen wir sagen:
„Eigentlich weiß ich es besser.“
Vielleicht wissen wir, dass wir einem anderen Menschen zuhören sollten.
Und trotzdem unterbrechen wir ihn.
Wir wissen, dass eine verletzende Bemerkung einen Konflikt verschärft.
Und trotzdem sprechen wir sie aus.
Wir wissen, dass wir geduldiger sein sollten.
Und verlieren trotzdem die Geduld.
Wir wissen vielleicht sogar sehr genau, was richtig wäre.
Und tun etwas anderes.
Jetzt wird es wirklich interessant.
Denn offenbar gibt es zwischen:
Wissen
und
Handeln
noch einen Raum.
Und genau in diesem Raum entscheidet sich sehr viel.
Was fehlt zwischen Erkenntnis und Handeln?
Vielleicht können wir einen Menschen über Gerechtigkeit unterrichten.
Wir können ihm erklären, warum Gerechtigkeit wichtig ist.
Er kann es verstehen.
Er kann sogar selbst erkennen:
„Ich möchte gerecht handeln.“
Aber wird er in einer schwierigen Situation tatsächlich gerecht handeln, wenn ihm daraus ein persönlicher Nachteil entsteht?
Wir können einem Menschen erklären, warum Wahrhaftigkeit wichtig ist.
Aber sagt er die Wahrheit auch dann, wenn eine Lüge für ihn bequemer wäre?
Wir können über Mitgefühl sprechen.
Aber können wir einem Menschen befehlen, mitfühlend zu sein?
Hier kommen wir an eine Grenze, die für unsere gesamte Reihe entscheidend werden wird.
Wissen kann uns zeigen, was richtig sein könnte.
Erkenntnis kann uns bewusst machen, warum es richtig ist.
Aber beides beantwortet noch nicht vollständig die Frage:
Warum tun wir es dann nicht immer?
Das Samenkorn beginnt zu keimen
Erinnern wir uns an unser Samenkorn aus der ersten Folge.
Zunächst haben wir es erworben.
Dann haben wir in Folge 2 gefragt, ob es genügt, möglichst viele Samenkörner zu besitzen.
Heute sind wir einen Schritt weitergegangen.
Wir haben begonnen zu verstehen, was in diesem Samenkorn steckt.
Aber noch immer ist daraus keine Pflanze geworden.
Dazu braucht es mehr.
Ein Samenkorn braucht Erde.
Wasser.
Licht.
Zeit.
Und Bedingungen, unter denen Wachstum möglich wird.
Vielleicht ist es mit unserem Wissen ähnlich.
Auch Wissen braucht Bedingungen, damit daraus etwas entsteht, das unser Leben verändert.
Und genau deshalb wird die nächste Folge für unsere Reihe entscheidend.
Denn nun verlassen wir langsam den Bereich des bloßen Wissens.
Wir fragen nicht mehr nur:
Was weiß ein Mensch?
Auch nicht nur:
Was hat er erkannt?
Sondern:
Was tut er mit seiner Erkenntnis?
Und damit kommen wir zu einer der schwierigsten Fragen überhaupt:
Warum handeln Menschen so häufig nicht nach dem, was sie längst wissen und sogar als richtig erkannt haben?
Vielleicht fehlt zwischen Wissen und Handeln etwas, das wir in unserer Vorstellung von Bildung viel zu wenig beachten.
Eigenschaften.
Haltungen.
Mut.
Geduld.
Wahrhaftigkeit.
Gerechtigkeit.
Mitgefühl.
Verantwortung.
Denn Wissen kann uns einen Weg zeigen.
Aber Wissen allein geht diesen Weg nicht.
Das müssen wir selbst tun.
Darum geht es in der nächsten Folge – und damit im Kern unserer Podcast-Reihe:
Folge 4: Wissen leben – Wenn Erkenntnis zum Handeln wird
Dort werden wir uns mit der Frage beschäftigen, warum Wissen und Handeln so oft auseinanderfallen – und welche Rolle unsere geistigen Eigenschaften dabei spielen.
Denn vielleicht entscheidet sich erst dort, ob aus Wissen tatsächlich Weisheit werden kann.
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