2. Folge Die Seele aus der Sicht der Wissenschaft
Shownotes
Ein Podcast für alle, die Bildung, Wissenschaft und Spiritualität nicht getrennt betrachten, sondern gemeinsam nach Wegen suchen, wie der Mensch seine inneren Fähigkeiten entfalten und zu einer friedlicheren und menschlicheren Gesellschaft beitragen kann.
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00:00:05: Willkommen zur zweiten Folge unseres Podcast, Die Seele aus der Sicht der Wissenschaft.
00:00:12: In der ersten Folge ging es um die große Frage – Ist der Mensch mehr als Materie?
00:00:19: Heute gehen wir ein Schritt weiter für Schauen auf das Tierreich, Auf den Traum, auf Nahtoderfahrung und auf die Frage was unterscheidet den Menschen vom Tier wenn nicht einfach nur Kraft, Instinkt oder Intelligenz.
00:00:40: Denn eines ist sicher – Wenn wir ehrlich hinschauen – Ist der Mensch dem Tier körperlich oft gar nicht überlegen.
00:00:52: Tiere besitzen natürlich auch eine Seele Aber ihre Seele steht auf einer ganz anderen Stufe des Daseins.
00:01:02: Das Tier lebt Es empfindet Es fühlt Angst und Nähe, sowie Schmerz, Hunger und Bittnung.
00:01:13: Aber es scheint sich seiner selbst nicht in derselben Weise bewusst zu sein wie der Mensch.
00:01:21: Schauen wir also einmal genauer hin!
00:01:25: Ein Gepard erreicht Geschwindigkeiten von denen der Mensch nur treuen kann.
00:01:32: Zugvögel fliegen tausende Kilometer ohne Karte oder Kompass Und ohne Navi.
00:01:41: eine Ameise kriegt ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts.
00:01:47: Ein Hund riecht Welten, die für uns völlig verborgen bleiben.
00:01:53: Ein Adler sieht aus Höhen in denen unser Auge längst versagt und dann nennen wir uns Krone der Schöpfung.
00:02:05: Da darf man ruhig einmal fragen worauf sind wir eigentlich stolz?
00:02:11: Alle Wälder, Berge, alle Flüsse und Meere.
00:02:16: Sie gehören wenn man ehrlich ist zuerst den Tieren.
00:02:22: Der Tiger braucht kein Titel Und der Condor keinen Orden Und der Löwe auch kein Besitzdachweis.
00:02:32: Ihre Würde ist unmittelbar Nicht gespielt nicht erkauft Nicht durch Schmuck oder Gesellschaftliche Stellung hergestellt.
00:02:44: Der Mensch dagegen muss sich oft erst darstellen, um Bedeutung zu bekommen.
00:02:50: Er braucht Titel, Besitzkleidung, Rang und Ansehen – aber das Tier ist einfach!
00:02:59: Und gerade darin liegt seine Größe.
00:03:03: Wenn Tiere stärker riechen, besser hören, schneller laufen, weiterfliegen und robuster leben?
00:03:11: Wo liegt dann der eigentliche
00:03:13: Unterschied?".
00:03:15: Nicht im Körper und nicht in der Muskelkraft, nicht einmal nur in der Intelligenz.
00:03:23: Der Unterschied liegt in etwas ganz anderem – der Mensch kann über sich selbst nachdenken!
00:03:32: Er kann fragen wer bin ich?
00:03:35: Warum handle ich so?
00:03:37: Was ist gut was ist falsch?
00:03:41: Wohin gehe ich?
00:03:43: Was soll aus mir
00:03:44: werden?!
00:03:46: Das Tier lebt innerhalb seiner gegebenen Ordnung.
00:03:51: Der Mensch aber kann sich entwickeln, er kann sich bessern ,er kann berohlen und vergeben und er kann Verantwortung übernehmen.
00:04:04: Und genau hier beginnt die eindliche Frage nach der Seele.
00:04:10: Ein Tier ist für sein Handeln nicht moralisch verantwortlich.
00:04:15: ein Wolf ist nicht böse wenn er jagt und eine Katze ist nicht niederträchtig, wenn sie einem ausfängt.
00:04:22: Und der Hei ist nicht grausam, wenn er weist.
00:04:27: Das Tier handelt aus seiner Natur heraus – Der Mensch aber weiß oft was er tut!
00:04:35: Er kann verletzen und weiß das er verletzt.
00:04:39: Er kann mögen und weiß dass er lügt.
00:04:48: Dieses Bewusstsein macht ihn verantwortlich und diese Verantwortung ist vielleicht einer der stärksten Hinweise darauf, dass im Menschen mehr wirkt als bloßer Instinkt.
00:05:04: Ein Leopard lebt heute nicht wesentlich anders als vor Tausenden von Jahren.
00:05:11: Bienen bauen ihre Waben seit unvorstellbar langer Zeit in derselben Ordnung.
00:05:19: Das Tier hat keine Kulturgeschichte im menschlichen Sinn.
00:05:24: Es erfindet keine Äkik, keine Musikgeschichte, keine Philosophie oder Heilgründe und auch keine Dichtung und keine Religion.
00:05:37: Der Mensch aber kann fortschreiten – nicht nur technisch sondern innerlich!
00:05:44: Er kann aus Rohheit Mitgefühl entwickeln Aus Angst vertrauen aus Egoismus-Verantwortung und aus Hassversöhnung.
00:05:56: Das ist der eigentliche Fortschritt, nicht schneller, größer, reicher sondern menschlicher.
00:06:04: Ein besonderes geheimnisvolles Zeichen der Seele ist der Traum.
00:06:10: jeder Mensch träumt Und doch kann kein Mensch bestimmen was er heute Nacht träumen wird.
00:06:18: Wir können am Tageplanen entscheiden rechnen oder ordnen, aber im Traum sind wir nicht mehr Herrscher.
00:06:28: Wir werden zeugen!
00:06:30: Wir begegnen im Traumen Menschen, die wir lange nicht gesehen haben – manchmal sogar Verstorbene.
00:06:38: Wir betreten Orte an denen wir nie waren.
00:06:44: Wir erleben Geschichten, die unser Verstand nicht geplant hat.
00:06:49: Manche Träume sind
00:06:50: belanglos.".
00:06:52: Andere erschüttern uns.
00:06:55: Einige begleiten uns ein Leben lang, und manchmal haben Menschen das Gefühl, dass ihnen in Traum etwas mitgeteilt wurde – eine Warnung, ein Trost, einer Einsicht!
00:07:10: Vielleicht ist der Traum deshalb so bedeutsam, weil er zeigt, der Mensch besteht nicht nur aus Fachbewusstsein.
00:07:20: In ihm gibt es Kiefen die er nicht kontrolliert, aber die trotzdem zu ihm gehören.
00:07:28: Auch Nahtoderfahrungen gehören zu den Themen bei denen Wissenschaft Medizin und Spiritualität aufeinandertreffen.
00:07:40: Menschen berichten dass sie während schwerer Krisen ihren Körper von Außen gesehen hätten.
00:07:48: Sie sprechen von einem Tunnel von Begegnungen mit verstorbenen Angehörigen.
00:07:56: Viele erzählen danach, dass sie keine Angst mehr vor dem Tod hätten.
00:08:02: Natürlich gibt es dafür auch medizinische Erklärungsversuche.
00:08:07: Sauerstoffmangel Gehirnreaktion Stresszustände Ausschüttung bestimmter Stoffe Das muss man ernst nehmen Aber Sie ebenso ernst nehmen sollte Mann dass viele dieser Berichte tiefgreifende Veränderungen im Leben der Betroffenen auslösen.
00:08:29: Die werden dankbarer, friedlicher und weniger materialistisch mehr auf Liebe und Sinn ausgerichtet.
00:08:40: Und genau das ist bemerkenswert!
00:08:43: Denn selbst wenn die Wissenschaft vieles erklären möchte bleibt die Erfahrung selbst für den Menschen von größter Bedeutung.
00:08:54: Wenn wir Freude empfinden, schlägt das Herz schneller.
00:08:59: Wenn wir Angst haben, zieht sich der Magen zusammen!
00:09:03: Wenn wir traurig sind, spüren wir Schwere im Körper.
00:09:08: Aber ist das Herz die Freude?
00:09:11: Ist der Mager die Angst und das Gehirn die Liebe?
00:09:16: Der Körper zeigt seelische Zustände aber das Zeichen ist nicht dasselbe wie die Ursache.
00:09:25: wenn Musik uns tief bewegt dann reagieren Nerven, Hormone, Herzschlag und Atmung.
00:09:34: Aber die Begeisterung selbst ist mehr als diese körperliche Reaktion.
00:09:41: Eine Zelle kennt keine Bamherzigkeit Ein Muskel kennt keine Treue Und ein Organ kennt keine Vergebung.
00:09:51: Und doch gibt es sie Die Bamherzigkeit, Treue, Vergebungen und Liebe.
00:09:59: Vielleicht sind dies Zustände der Seele, die sich durch den Körper ausdrücken.
00:10:07: Man kann sich das Verhältnis vom Körperseele vielleicht so vorstellen.
00:10:13: Ein Hammer hat aus sich selbst heraus keine Absicht!
00:10:18: Er wehrt erst durch die Hand zu einem Werkzeug und ein Stift kann allein kein Mannes gibt schreiben – aber in der Hand eines Menschen kann er Gedanken festhalten?
00:10:31: Herzen bewegen und Geschichte verändern.
00:10:35: So könnte auch der Körper ein Werkzeug sein, nicht wertlos, nicht liebensächlich im Gegenteil – kostbar, notwendig einfach wunderbar.
00:10:49: Aber nicht der eigentliche Ursprung der Würde!
00:10:53: Die Würde des Menschen liegt nicht im Körper allein.
00:10:57: Sie liegt in dem was durch ihm sichtbar wird Bewusstsein, Liebe Gewissen Verantwortung und Seele.
00:11:09: Natürlich wird es immer Skepsis geben Und dieses Skepses ist nicht falsch Denn es gibt auch religiösen Fanatismus Es gibt Arberglauen Es gibt Angstbilder Und es gibt Missbrauch geistiger Begriffe.
00:11:29: Viele Menschen haben den Begriff Seele zusammen mit Himmel, Hölle, Drohung oder Schuld kennengelernt.
00:11:39: Dann ist es selbstverständlich dass sie Abstand nehmen, aber das Gegenteil vom Fanatismus darf nicht geistige Verarmung sein.
00:11:49: Nur weil manche Menschen religiöse Begriffe missbrauchen müssen wir nicht jede geistigte Wahrheit verwerfen und nur weil man die Seele heißt das nicht, dass sie nicht existiert.
00:12:07: Man findet auch Liebe nicht im Mikroskop und doch wäre ein Leben ohne Liebe kaum menschlich!
00:12:18: Vielleicht ist die Seele keine Sache, die man beweisen kann wie ein Stein?
00:12:24: Vielleicht ist sie eine Wirklichkeit, die er kennt wenn man aufmerksam lebt in der Liebe, im Gewissen, in der Reue In der Hoffnung und im Traum.
00:12:39: Und in der Sehnsucht noch Sinn!
00:12:42: Der Mensch ist nicht nur auf der Welt, um zu essen, zu trinken sich fortzu pflanzen und Geld zu verdienen – das kann nicht alles sein.
00:12:54: Der eigentliche Sinn des Lebens könnte darin liegen die Kräfte der Seele zu entwickeln Wahrhaftigkeit mit Gefühl Geduld Mut Friedfertigkeit, Gerechtigkeit und Liebe Und weitere lebensbejahende Tugenden.
00:13:17: Der Mensch ist körperlich nicht das stärkste Wesen.
00:13:21: Er ist nicht das schnellste Das robusteste Nicht das Vollkomste Aber es ist das Wesen, dass sich selbst erkennt kann seine Größe, nicht darin dass er über dem Tier steht sondern darin das er für sein innerstes Leben verantwortlich ist.
00:13:51: Der Mensch hat eine Seele und diese Seele ist nicht dazu da besessen bewiesen oder verwaltet zu werden sie es dazu da entwickelt zu werden denn eine Gesellschaft wird nicht dadurch menschlicher mehr besitzt, sondern dadurch dass ihre Menschen innerlich reifer werden.
00:14:19: Herzlichen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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