1 August Forel, "Zwischen Gehirn und Gewissen"
Shownotes
a) Kindheit in der Schweiz
b) frühe Naturbeobachtung
c) Ameisenforschung
d) außergewöhnliche wissenschaftliche Begabung
e) Forels Blick auf Ordnung und Gemeinschaft
f) erste philosophische Fragen
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00:00:06: Herzlich willkommen zu meinem Podcast.
00:00:09: Heute beginnt eine besondere Reihe, eine Reihe über ein Mann der zugleich Wissenschaftler, Psychiater, Naturforscher, Gesellschaftskritiker und spirituell Suchender war.
00:00:27: Ein Mann, der das menschliche Gehirn erforschte sich mit Hypnose beschäftigte gegen Alkoholmessbrauch kämpfte und am Ende seines Lebens eine geistige Antwort suchte, die über die reine Wissenschaft hinaus ging.
00:00:47: Sein Name August Forell.
00:00:52: Doch bevor Forell berühmter Psychiater wurde, bevor er Professor wurde, Bevor er sich mit der Seele des Menschen beschäftigte, begann alles mit etwas sehr Kleinen Mit Ameisen.
00:01:11: August Forell wurde in der Schweiz geboren.
00:01:18: Schon als Kind beobachtete er die Natur mit ungewöhnlicher Aufmerksamkeit, während andere Kinder vielleicht nur spielten, saß Forel oft stundenlang draußen und beobachte Tiere.
00:01:36: vor allem Ameisem faszinierten ihn Diese kleinen Wesen, die scheinbar chaotisch durcheinander liefen aber dennoch in einer erstaunlichen Ordnung lebten.
00:01:49: Forell begann zu erkennen unter der Oberfläche des Sichtbaren existiert ein verbaugendes System eine Ordnung, eine Sprache des Verhaltens.
00:02:03: vielleicht war genau das der Anfang seines späteren Denkens denn Forell wollte nie nur anschauen.
00:02:12: Er wollte verstehen, was vorall von allen Menschen unterschied war seine Geduld des Sehens.
00:02:22: Er beobachtete nicht oberflächlich.
00:02:26: er wollte erkennen wie Verhalten entsteht Wie Gemeinschaft funktioniert?
00:02:33: Wie sich einzelne Wesen gegenseitig beeinflussen.
00:02:38: Die Ameisen wurden für ihn fast zu einem Spiegel Ein Spiegel von Zusammenarbeit, Ordnung, Konflikt und Gemeinschaft.
00:02:50: Später sollte er ähnliche Fragen über die Menschen stellen – doch damals ahnte noch niemand, dass dieser junge Naturbeobachter einer der bekanntesten Wissenschaftler der Schweiz Ernst hörte.
00:03:08: Die Zeit in der Forelaufwuchs war eine Zeit großer
00:03:13: Veränderungen.".
00:03:15: Die Wissenschaft begann immer mehr Einfluss.
00:03:18: Europa glaubte an Fortschritt, man glaubte wenn der Mensch genug Wissen besitzt würde die Welt vernünftiger friedlicher und besser werden.
00:03:33: neue technische Erfindungen entstanden.
00:03:37: Die Medizin entwickelte sich, die Industrie wuchs.
00:03:42: alles schien vorwärts zu gehen Doch gleichzeitig entstand eine andere Entwicklung.
00:03:52: Der Mensch begann zunehmend, alles nur noch wissenschaftlich erklären zu wollen – auch den Menschen selbst!
00:04:01: Sein Denken, sein Verhalten, seine Gefühle.
00:04:06: und genau in dieser Welt begann forell seinen Weg.
00:04:13: Forell studierte Medizin schon früh interessiert ihn besonders das Gehirn.
00:04:20: Damals wusste man über das menschliche Gehirn noch erstaunlich wenig.
00:04:26: Viele psychische Erkrankungen verstand man kaum.
00:04:31: Manche Menschen galten einfach als verrückt, ohne dass jemand fragte was eigentlich in ihnen vorging.
00:04:41: Forel wollte genau hineinschreiben.
00:04:44: Das unterschied ihn von vielen seiner Zeit gelossen.
00:04:48: Er wollte Ursachen verstehen Nicht nur Symptome verwalten, auch darin ähnelte er den Jungen der Ameisen beobachtet hatte.
00:05:01: Immer ging es ihm um die Frage was geschieht hinter der sichtbaren Oberfläche?
00:05:08: Forell begann sich immer stärker mit dem menschlichen Verhalten zu beschäftigen.
00:05:15: Warum handeln Menschen wie sie handeln?
00:05:20: Warum zerstören manche Menschen sich selbst?
00:05:24: Warum verlieren Menschen die Kontrolle über ihr Leben?
00:05:29: Warum geraten Menschen in Abhängigkeit, Gewalt oder seelisches Leiden?
00:05:38: Diese Fragen ließen ihn nicht los und langsam verlagerte sich sein Blick von den Ameisen zu Menschen.
00:05:48: Von der Natur zur Seele!
00:05:51: Trotzdem blieb die Ameissenforschung ein wichtiger Teil seines Lebens.
00:05:58: Forell wurde international bekannt für seine Arbeiten über Ameisen.
00:06:04: Er untersuchte ihre Kommunikation, ihre Organisation und ihr Zusammenleben Und je genauer er hin sah, desto mehr erkannte er selbst.
00:06:18: kleine Lebewesen besitzen komplexe soziale Strukturen.
00:06:26: Nichts war einfach nur Chaos.
00:06:29: Vielleicht entstand hier auch seine spätere Vorstellung, dass der Mensch Teil eines größeren Zusammenhangs ist.
00:06:37: Denn Forell dachte zunehmend in Beziehungen nicht nur an Einzelteilen.
00:06:44: heute wirkt Wissenschaft oft nüchtern aber bei Forel war Wissenschaft noch etwas anderes.
00:06:52: sie war auch staunen ein Versuch die Welt tiefer zu begreifen Nicht alles zu zerstören, sondern Zusammenhänge zu erkennen.
00:07:05: und vielleicht liegt genau darin etwas das heute oft verloren geht.
00:07:10: Wir sammeln immer mehr Wissen aber verstehen wir die Menschen dadurch wirklich besser?
00:07:17: Diese Frage sollte forell später immer stärker beschäftigen.
00:07:22: Je älter Forell wurde, desto mehr wandte er sich den inneren Fragen des Menschen zu.
00:07:30: nicht nur wie funktioniert das Gehirn, sondern warum leidet der Mensch?
00:07:37: Warum wird der Mensch trotz aller Erkenntnis nicht friedlicher?
00:07:43: Warum bleibt der Mensch innerlich zerrissen?
00:07:48: Doch an diesem Punkt seines Lebens war forell voller Vertrauen in die Wissenschaft.
00:07:55: Er glaubte dass er Kenntnis den Menschen verändern könne.
00:08:02: noch wusste er nicht dass ihn sein Weg später weit über die reine Wissenschaft hinausführen würde.
00:08:10: In der nächsten Folge gehen wir weiter hinein in die Welt des menschlichen Geistes, wir sprechen über Forelalpsiata ,die damalige Ehrenanstalten, Hypnose das Unterbewusstsein und die Frage ob der Mensch wirklich her seines eigenen Handelns ist.
00:08:34: Denn je tiefer forell in die Seele des Menschen blickte, desto größer wurden seine Fragen.
00:08:44: Vielleicht begann alles mit einem Mann der Ameisen beobachtete?
00:08:50: Doch am Ende führte ihn dieser Weg zu einer viel größeren Frage.
00:08:56: Was macht den Menschen menschlich?
00:09:01: Danke dass Sie zugehört haben!
00:09:04: Ich freue mich, wenn Sie bei der nächsten Folge wieder dabei sind und vielleicht empfehlen Sie ja unsere Podcast-Serie auch anderen Freunden.
00:09:14: Bis zum nächsten Mal!
00:09:15: Ihr Hans-Jaren Tilgner.
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